Aktionen

Zusatz mit ABS: Unterschied zwischen den Versionen

aus TDMFWiki, der freien Wissensdatenbank

M (inhalt verändert)
 
(5 dazwischenliegende Versionen von einem anderen Benutzer werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
'''Anhand einer 900er mit ABS'''
+
'''Wechseln der Bremsflüssigkeit bei einer 900er mit ABS'''
  
'''Wichtig! :''' an die Bremsanlage sollte sich nur jemand wagen, der sich das der Kenntniss wegen, auch zutraut.
+
'''Wichtig! :''' an die Bremsanlage sollte sich nur jemand wagen, der sich das zutraut und die nötigen Kenntnisse hat.  
Ich gebe hier nur eine grundsätzlich mögliche vorgehensweise - ohne jegliche Haftung.(meist ist das wechseln der Flüssigkeit beim Freundlichen nicht teuer)
+
Hier wird nur eine mögliche Vorgehensweise beschrieben, ohne jegliche Haftung. Meist ist das wechseln der Flüssigkeit beim Freundlichen nicht teuer.
Dies ist ein Zusatz zum normalen Wechsel der Bremsflüssigkeit für die ABS modelle.
+
hier bleibt im Druckregler etwas alte Restflüssigkeit.
+
diese kann man mit der Zusatz Prozedur rausbekommen.
+
  
'''Vorbemerkung'''
+
'''Achtung es wird empfohlen, diese Prozedur beim Wechseln anzuwenden. Denn die Druckregler fallen immer mittlerweile häufiger aus . '''
Flüssigkeit ganz normal durchpumpen wie man es bei jedem anderen Motorrad auch machen würde. Wenn die Flüssigkeit gewechselt ist, kommt das im nachfolgenden beschriebene Prozedere dazu.
+
  
Adapter: Es gibt einen Adapter für den Druckregler für die 900er mit ABS.  
+
'''das ist ziemlich sicher, darauf zurück zu führen, dass es durch wasser innen zu oxidation kommt und die ventile sich festsetzen. das ist dann eine sehr teure Angelegenheit.  
Ich habe diesen nachempfunden (kostet normalerweise 20 €).
+
Hier natürlich für lau ;D Mittles einer Brücke.
+
  
Der Stecker dazu ist in der rechten seitenverkleidung siehe Bilder: http://www.tdm-forum.net/photos.php?folderid=1785
+
In einem anderen Artikel wird das traditionelle [[Wechsel_ohne_ABS|Bremsflüssigkeit wechseln (ohne ABS)]] beschrieben. Dieses Verfahren wird auch bei den ABS-Modellen angewandt, das heißt, zuerst muss man die Flüssigkeit ganz normal durch pumpen wie man es bei jedem anderen Motorrad auch machen würde. (oder mit einem Gerät zum Wechseln der Flüssigkeit.)
  
An diesem Stecker dann 2 pins brücken (siehe Bilder) Nach dem normalen wechseln der Flüssigkeit das nachfolgende Prozedere 2-3mal zusätzlich pro kreis (vorne und hinten)durchführen.
+
Dabei verbleibt im ABS-Druckregler ein Rest alter Bremsflüssigkeit. Diese kann man mit der im Folgenden beschriebenen Zusatz-Prozedur rausbekommen.
  
Somit ist die Flüssigkeit dann auch im Druckregler (hoffentlich) restlos gewechselt.
+
Für diese Prozedur benötigt man einen Diagnose-Stecker für den ABS-Druckregler:
  
Im Display erscheint beim einschalten der Zündung, nach dem brücken, ABS_41
+
[[Bild:ABS-Diagnose-Adapter-Stecker.png]]
  
 +
So ein Stecker, wenn man ihn überhaupt findet, kostet heute (2011) fast 30 Euro.  Allerdings kann man die Funktion dieses Steckers durch eine einfache Kabelbrücke ersetzten, wie weiter unten gezeigt.
  
'''Jetzt gehts los:'''
+
Der Anschluss für den Stecker befindet auf der rechten Innenseite der Frontverkleidung unter dem Lenker.
  
An dem Stecker 2 pins brücken (die 2 bei der nase- siehe bilder) Bremspedal oder Handbremse betätigen, und gedückt halten.  
+
[[Bild:ABS-Servicestecker wo finde ich ihn.jpg]]
  
Je nach dem in welchem kreis man gerade die restflüssigkeit (die noch alte)heraus machen möchte.
+
Der Anschluss ist mit einer Schutzkappe bedeckt, diese muss entfernt werden.
Dann zündung einschalten.
+
Jetzt fängt nach wenigen sekunden der Druckwandler an zu pumpen (ist wie das regeln des ABS) dabei dann, erneut, wie man es gewohnt ist, die Bremsflüssigkeit weiter durchpumpen.
+
Da dieses regeln nur etwa 3-5 sek dauert muss man es öfter machen.
+
Der mech meinte etwa 3 mal, wir machten es mindestens 4-5 mal.
+
Natürlich nur wenn man die altbewährte (ohne grosse Hilfsmittel) Methode wählt, die Flüssigkeit zu wechseln.I)
+
  
Danach dann noch ein mal ohne die Brücke in dem stecker (oder nur ohne Zündung) normal durchpumpen (wie in der Beschreibung zum wechsle der Bremsflüssigkeit ohne ABS).  
+
[[Bild:ABS-Servicestecker mit Schutzkappe.jpg]] [[Bild:ABS-Servicestecker.jpg]]
Danach kommt nochmal minimal alte flüssigkeit raus.(das erkennt man normalerweise an der Farbe)
+
Das ist die Flüssigkeit die sich im Druckwandler befunden hatte.
+
voiala
+
hoffe es hilft jemandem, so wie uns.
+
  
Man kann die Flüssigkeit natürlich auch ohne diese prozedur wechseln. - aber besser natürlich mit.
+
An diesem Stecker müssen dann 2 Pins kurzgeschlossen werden. Es sind die zwei auf den Fotos oben liegenden Pins - die, die sich direkt unter der hervorstehenden Nase des Stecker-Gehäuses befinden.  
  
wie oben bereits erwähnt, alles auf eigene Gefahr.  
+
Das kurzschließen macht man entweder mittels des Original-Diagnosesteckers, oder mittels einer einfachen Kabelbrücke, wie auf folgendem Bild gezeigt:
(der Sparfaktor kann schnell falsch angelegt sein. Zumahl es sich hier um relativ kleine Beträge handeln kann.)
+
 
 +
[[Bild:ABS-Servicestecker ueberbruecken.jpg]]
 +
 
 +
Anschließend ist folgende Prozedur 2-3 Mal pro Kreis (vorne und hinten) durchzuführen.
 +
 
 +
'''Die Prozedur zum Wechseln der Bremsflüssigkeit im ABS-Druckregler'''
 +
 
 +
Bremspedal oder Handbremse betätigen, je nach dem in welchem Bremskreis man gerade die Restflüssigkeit heraus pumpen möchte. Die jeweilige Bremse gedückt halten.
 +
 
 +
Zündung einschalten. Im Display erscheint dabei "ABS_41".
 +
 
 +
Jetzt fängt nach wenigen Sekunden der Druckwandler an zu pumpen (ist wie das Regeln des ABS). Dabei dann erneut, wie man es gewohnt ist, die Bremsflüssigkeit weiter durchpumpen.
 +
 
 +
Da dieses Regeln nur etwa 3-5 Sekunden anhält, muss man es öfter machen.  Der Mechaniker meinte, etwa 3 mal, wir machten es mindestens 4-5 mal.
 +
 
 +
Danach dann noch ein mal ohne die Brücke in dem Stecker (oder nur ohne Zündung) normal durchpumpen, wie in der Beschreibung zum Wechseln der Bremsflüssigkeit ohne ABS beschrieben.
 +
 
 +
Dabei kommt nochmal minimal alte Flüssigkeit raus. Das erkennt man normalerweise an der Farbe. Das ist die Flüssigkeit, die sich im Druckwandler befunden hatte.
 +
 
 +
Voila, damit ist die Flüssigkeit dann auch im Druckregler (hoffentlich) restlos gewechselt.
 +
 
 +
Ich hoffe es hilft jemandem, so wie uns.
 +
 
 +
Man kann die Flüssigkeit natürlich auch ohne diese Prozedur wechseln. - aber besser und Lebenserhaltender für das Druckmodul, natürlich mit.
 +
 
 +
Wie oben bereits erwähnt, alles auf eigene Gefahr. Der Sparfaktor ist unter Umständen das Risiko nicht wert, zumal es sich hier um relativ kleine Beträge handeln kann.

Aktuelle Version vom 8. Juli 2020, 16:39 Uhr

Wechseln der Bremsflüssigkeit bei einer 900er mit ABS

Wichtig! : an die Bremsanlage sollte sich nur jemand wagen, der sich das zutraut und die nötigen Kenntnisse hat. Hier wird nur eine mögliche Vorgehensweise beschrieben, ohne jegliche Haftung. Meist ist das wechseln der Flüssigkeit beim Freundlichen nicht teuer.

Achtung es wird empfohlen, diese Prozedur beim Wechseln anzuwenden. Denn die Druckregler fallen immer mittlerweile häufiger aus .

das ist ziemlich sicher, darauf zurück zu führen, dass es durch wasser innen zu oxidation kommt und die ventile sich festsetzen. das ist dann eine sehr teure Angelegenheit.

In einem anderen Artikel wird das traditionelle Bremsflüssigkeit wechseln (ohne ABS) beschrieben. Dieses Verfahren wird auch bei den ABS-Modellen angewandt, das heißt, zuerst muss man die Flüssigkeit ganz normal durch pumpen wie man es bei jedem anderen Motorrad auch machen würde. (oder mit einem Gerät zum Wechseln der Flüssigkeit.)

Dabei verbleibt im ABS-Druckregler ein Rest alter Bremsflüssigkeit. Diese kann man mit der im Folgenden beschriebenen Zusatz-Prozedur rausbekommen.

Für diese Prozedur benötigt man einen Diagnose-Stecker für den ABS-Druckregler:

ABS-Diagnose-Adapter-Stecker.png

So ein Stecker, wenn man ihn überhaupt findet, kostet heute (2011) fast 30 Euro. Allerdings kann man die Funktion dieses Steckers durch eine einfache Kabelbrücke ersetzten, wie weiter unten gezeigt.

Der Anschluss für den Stecker befindet auf der rechten Innenseite der Frontverkleidung unter dem Lenker.

ABS-Servicestecker wo finde ich ihn.jpg

Der Anschluss ist mit einer Schutzkappe bedeckt, diese muss entfernt werden.

ABS-Servicestecker mit Schutzkappe.jpg ABS-Servicestecker.jpg

An diesem Stecker müssen dann 2 Pins kurzgeschlossen werden. Es sind die zwei auf den Fotos oben liegenden Pins - die, die sich direkt unter der hervorstehenden Nase des Stecker-Gehäuses befinden.

Das kurzschließen macht man entweder mittels des Original-Diagnosesteckers, oder mittels einer einfachen Kabelbrücke, wie auf folgendem Bild gezeigt:

ABS-Servicestecker ueberbruecken.jpg

Anschließend ist folgende Prozedur 2-3 Mal pro Kreis (vorne und hinten) durchzuführen.

Die Prozedur zum Wechseln der Bremsflüssigkeit im ABS-Druckregler

Bremspedal oder Handbremse betätigen, je nach dem in welchem Bremskreis man gerade die Restflüssigkeit heraus pumpen möchte. Die jeweilige Bremse gedückt halten.

Zündung einschalten. Im Display erscheint dabei "ABS_41".

Jetzt fängt nach wenigen Sekunden der Druckwandler an zu pumpen (ist wie das Regeln des ABS). Dabei dann erneut, wie man es gewohnt ist, die Bremsflüssigkeit weiter durchpumpen.

Da dieses Regeln nur etwa 3-5 Sekunden anhält, muss man es öfter machen. Der Mechaniker meinte, etwa 3 mal, wir machten es mindestens 4-5 mal.

Danach dann noch ein mal ohne die Brücke in dem Stecker (oder nur ohne Zündung) normal durchpumpen, wie in der Beschreibung zum Wechseln der Bremsflüssigkeit ohne ABS beschrieben.

Dabei kommt nochmal minimal alte Flüssigkeit raus. Das erkennt man normalerweise an der Farbe. Das ist die Flüssigkeit, die sich im Druckwandler befunden hatte.

Voila, damit ist die Flüssigkeit dann auch im Druckregler (hoffentlich) restlos gewechselt.

Ich hoffe es hilft jemandem, so wie uns.

Man kann die Flüssigkeit natürlich auch ohne diese Prozedur wechseln. - aber besser und Lebenserhaltender für das Druckmodul, natürlich mit.

Wie oben bereits erwähnt, alles auf eigene Gefahr. Der Sparfaktor ist unter Umständen das Risiko nicht wert, zumal es sich hier um relativ kleine Beträge handeln kann.